Über uns

 

  • es war einmal
    es war einmal

 

 ... so beginnen alle Geschichten, die einmal geschrieben werden sollten - und so auch diese ...
Das Schöne allerdings an dieser Geschichte ist, dass es kein Märchen ist - oder vielleicht doch? Jedenfalls ist es wie im Märchen und dies jetzt fast 35 Jahre und hoffentlich noch viele viele Monde, wie wir Eulen zu sagen pflegen. Und alles begann mit zwei kleinen Nachteulen, die sich erst einmal überhaupt nicht kannten und in einer lauen Sommernacht aufeinander trafen und sich entschieden ein Stück des Weges gemeinsam zu fliegen.

  • Sophia
    Sophia


die ältere der beiden hing schon seit ihrer Zeit als Küken an der Nadel, an ein Leben ohne konnte sie sich überhaupt nicht mehr erinnern. Auch auf alten Gemälden ihrer Ahnen sah man diese alle an der Nadel - es schien also ein Familienlaster zu sein. Allen, die mit dieser Sippschaft in Berührung kamen widerfuhr früher oder später dieses Schicksal. Unausweichlich.

  • Shalimar
    Shalimar


betrachtete das ganze erst einmal skeptisch. Immerhin musste es technisch genau unter die Lupe genommen werden. Kann man mit so was wirklich ein Teil seines Lebens verbringen???


Aber wie war das mit dieser Sippschaft - will man mit ihr fliegen, kommt man mit ihr in Berührung. Und man will sich ja selber ein Urteil bilden, ob es denn auch sinnvoll ist oder nicht. Also ließ sich Shalimar in die geheime Technik des Kreuzens von Fäden einweihen und ...
... es war um ihn geschehen. Wie, das werden Sie sich sicher fragen. Ganz einfach. Das Kreuzen der Fäden ist eine hoch logische Angelegenheit und man kann daraus durchaus eine Wissenschaft entwickeln. Und so einfach wie Sophia sich das machte, nein - so geht das ganz und gar nicht. Wenn man dann die Erforschung des Kreuzens von Fäden einmal beginnt, dann muss dies auch System haben und das mindeste, was dabei heraus kommt ist dann, dass Vorder- und Rückseite einer Stickerei kaum voneinander zu unterscheiden sind. Und so hatte Sophia ihren Meister der Stickerei gefunden. Ab jetzt wurde jede Arbeit auch von hinten betrachtet und so manches Mal lautete das Urteil: Das geht besser. Trotz und alledem mochte sich Sophia nicht den Spaß verderben lassen und stickte munter weiter, auch wenn dabei auf der Rückseite - und nur dort - auch mal fünfe eine gerade Zahl war.
Und so kreuzelten sie die Fäden viele viele Monde und verbrachten eine Menge Zeit damit. Und es stellte sich heraus, dass es sich beim kreuzeln der Fäden nicht um eine Vergeudung von Zeit handelte. Oder war es jetzt einfach die Folge, dass noch eine kleine Nachteule an der Nadel hing?

Es kam wie es kommen musste, das Kreuzen der Fäden führte zu einer Kreuzung des Lebens und man entschloss sich, den Rest des Lebens gemeinsam zu fliegen. Hier nun könnte man doch von einem Happy End reden und das Märchen wunderschön enden lassen. Nicht so bei Sophia und Shalimar. Denn jetzt ging es erst richtig los.
Andere Eulenkinder - auch die die nicht an der Nadel hingen - gründeten Nestgemeinschaften und ein jeder erwartete irgendwie, dass man zur Vermählung eine eigene passende Stickerei von den beiden Eulen gestickt bekam. Küken wurden geboren und auch hier ...
Nun fand Shalimar eine ganze Menge Muster, aber wie das mit Perfektionisten nun mal so ist - es passte hier nicht und es passte dort nicht. Das Motto lautete nun: Genau so - aber ganz anders.
Und so begannen beide erst einmal Muster zu variieren, dann aber immer mehr eigene Muster zu zeichnen und zu sticken. Es war eine Freude für alle und so ging es wieder so etliche Monde weiter.


Dann aber wurde die Sucht nach Qualität immer größer - besondere Stoffe wurden gesucht, besondere Garne sollten verarbeitet werden. Man flog durch die Nächte und Wälder auf der Suche nach dem ganz Besonderen, der eine Wald bot dies, der andere das. Nach vielen Monden beschloss Shalimar eine kleine Manufaktur zu gründen, in der das Kreuzeln von Fäden nach genauen Zählmustern mit besonderen Materialien Thema sein sollte und Sophia zeichnete und zeichnete und zeichnete. Uns dann begegneten sie dem alten und erfahrenen Gangwolf, der schon viele viele Monde auf der Suche nach neuen Ideen war und den beiden das lang ersehnte Material beschaffte.

  • Gangwolf
    Gangwolf

Und so kam es wie es kommen musste - Ideen wurden geboren, Pläne geschmiedet und Gangwolf organisierte alles in Perfektion. Plötzlich und unerwartet waren Sophia und Shalimar auf dem Weg in ein Photostudio mit ihren Ideen und die kleine Manufaktur brauchte einen Namen. Man suchte und suchte und suchte bis in die Nacht vor dem ersten Photoshooting und hatte immer noch nichts. Wie denn auch? Bilder mussten noch fertig gemacht werden, Decken gesäumt, Knöpfe angenäht. Auf dem Weg zum Shooting waren die beiden bei Verwandten eingekehrt. Ani half sofort mit bei allem was noch zu erledigen war und Schorsch versorgte die gesamte Sippschaft mit Müffeln und Süffeln.


Der Mond ging schon bald wieder zur Neige, da kam Schorsch mit der wievielten Kanne Caffee auch immer ins Zimmer und sprach: Man meint, man wäre hier im 

  • Club der Heissen Nadel - Simulation
    Club der Heissen Nadel - Simulation


und damit, so beschloss Shalimar war der Name der kleinen Manufaktur beschlossene Sache. Das ist jetzt fast 25 Jahre her. Die Manufaktur zeigte viele Modelle bis heute. Auf dem Weiterflug begegneten sie dann einer großen Manufaktur namens Madeira-Garne,

die die beiden kleinen Eulen ernst nahm. Sie taten sich bei so manchen Ideen zusammen und flogen immer wieder mal gemeinsam durch die Nacht  - bis heute.
Und wir sagen auch leise still und heimlich Bescheid, wann wir die 25 voll haben. Das wird dann ein kleines Kreuzstichfestival ...
Wer wir sind? Sagen wir doch: Sophia und Shalimar, die kleinen Eulen aus dem Wald der gekreuzelten Fäden ... und da sie nicht gestorben sind fliegen sie hoffentlich noch lange durch die gekreuzelte Nacht und werden ihre Ideen in die Welt entlassen … und dies zusammen mit vielen vielen weiteren Eulen, denen wir hier einmal danken wollen!

  • mitarbeiter
    mitarbeiter